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+++ …und es macht deutlich, dass Kopierer unwillens sind, selbst nachzudenken. Selberdenken ist meistens gefährlich. Kopieren hingegen ist lebensgefährlich. Kopierer möchten etwas nachahmen, was andere schon längst verinnerlicht haben, die Kopierer aber nicht. Sie machen ein simplifiziertes Me-too-Produkt. Aus der Markensicht ist das ein äußerst kritisches Unterfangen, das aus diesem Grund in der Regel auch schief geht. +++

Copyrigth 2010 by Alexandra Zeinhofer

Copyright 2010 by Alexandra Zeinhofer

***za – Sex sells – das steht außer Frage! Wenn nicht, ist ihr Unternehmen für heutige Marktverhältnisse nicht sexy genug, ein unattraktives Mauerblümchen also. So einfach ist das und so schwer tut sich die gesamte Branche damit. Wer nicht begeistern kann, bezahlt dafür mit Dumpingpreisen. 2010 wird viel besser - oder vielleicht doch nicht. Das weiß niemand. Eines aber wissen wir: Kunden kaufen heute anders und mit dem geistigen-emotionalen Wandel erstarkt auch wieder der Wertekonsum.

Wertigkeit und neue Horizonte
Print braucht wieder Wertigkeit und die Anbieter neue Horizonte. Dabei genügt es eben nicht, auf dem gedeckten Tisch nur das Besteck zu vertauschen, sich weiterhin den marktseitigen Irrfahrten auszusetzen und an die Hoffnung zu glauben. Der Teller bleibt leer, wenn Sie neue Rezepte nicht perfektionieren. Gekocht wird das, was der Kunde will und nicht das, was der Koch im Stande ist. Tauschen sie ihn aus, wenn er es nicht kann. Die Zeit reicht nicht für Kompromisse. Es gibt vieles mehr was Menschen in ihrem Kommunikationsverhalten bewegt, als immer nur zu drucken, drucken, drucken. Das lukrative Geschäft spielt sich ja schon davor ab und gerade Unternehmen haben einen ökonomischen Zwang, kommunikations- und kostenseitig zu optimieren. Aber Drucker mischen hier nicht mit. Seit Jahren wird gepredigt, dass drucken alleine nicht mehr zum Überleben reicht. Oftmals mutet es so an, als würden die Empfänger der Botschaft einer Sekte von ignoranten Fach-Atheisten angehören, die jetzt in ihrer Ausweglosigkeit den kollektiven Suizid proklamieren. Aber wir leben noch.

In welchem Geschäft sind Sie tätig?
Sozusagen als Gegenbewegung ist die Beantwortung folgender Frage ganz wichtig: In welchem Geschäft sind Sie tätig? Im Druckgeschäft? – Nein, Sie sind im Geschäft der Kommunikationserstellung- und Verteilung. Alleine diese Sichtweise katapultiert Sie von der reinen Produktorientierung in die Bedürfnisorientierung zum Kunden. Plötzlich stellen sie ganz andere Fragen, mit denen sie die den Kunden verblüffen.

Produktsicht verhindert Erneuerung

Die starre Produktsicht von Drucker und Maschinenbauer verstellte über Jahre hinweg in existenzbedrohender Weise den Blick auf die rasanten Veränderungen in der Kommunikations- und Werbeindustrie bzw. das Internet. Mit der bedürfnisgeprägten Marktsicht wären die Drucker schon frühzeitig zu einer völlig anderen Marktbeurteilung gelangt und damit zu wirtschaftlicher Prosperität. Es kam alles ganz anders und so hat die Neujustierung des Blickfeldes jetzt oberste Priorität neben der Befreiung aus den Marktkrallen der Maschinenbauer. Erst dann haben sie den Kopf frei für innovative Ideen.
Überkapazitäten zwingen die Branche zum Handeln. Schlechte Zeiten sind gute Zeiten für visionäre Unternehmer. Die Branche hat die Mittel, vieles besser zu machen. Die Kunden wollen heute etwas für ihr Geld. Sie denken in einer anderen Nutzendimension und in der Wertigkeit von Produkt und Dienstleistung. Geschäft bedeutet in erster Linie Vertrauen. Und das heutige Preisdumping macht die Menschen wahnsinnig, weil das Vertrauen auf beiden Seiten fehlt. Das Kunden-Lieferantenverhältnis ist durch Misstrauen geprägt, denn der Kunde befürchtet, über den Tisch gezogen zu werden und macht mit seiner Macht – sicherheitshalber – die Preise kaputt. Der Drucker zweifelt am Verstand seiner Kunden, wie er denn mit solchen Preisen noch überleben soll. Für das veränderte Nutzendenken der Kunden reicht aber die Kompetenz der Drucker heute nicht mehr aus. Wer sich nicht anpasst, stirbt – das ist die klare Botschaft des Biologen Charles Darwin, der die Kraft von Evolution und Divergenz als Auslöser für Veränderungen wissenschaftlich erforscht hat.

Zu viele machen das gleiche und keiner merkt es
Nicht alle müssen alles machen. Die Verinnerlichung dieses Grundsatzes ist bereits ein probates Mittel gegen die fortschreitende strategische Erblindung von Druckereien. Die Frage über den eigentlichen Unternehmenszweck macht deutlich, was zur Unternehmensgründung einmal taugte und was heute wertlos ist. Falsche Schlüsse und aberwitzige Anpassungsversuche entwickeln alles andere als Durchschlagskraft und ziehen das Unternehmen in den Ruin. Kopieren ist eben leichter als Kapieren, nur nicht effizient genug.
Ohne Spezialisierung bzw. die Konzentration auf die Fähigkeiten des Unternehmens bleiben die Chancen minimal, wirtschaftlich zu reüssieren. Spezialisierung hat viele Ausprägungen, sei es produktseitig oder aus der Sicht der Dienstleistung. Wenn ich sehe, welch großer Schaden allein durch Verzettelung entsteht, kann man sich unschwer vorstellen, wie erfolgreich ein Unternehmen wäre, wenn es seine Kräfte formiert und konkret auf das Ziel Spezialisierung hinsteuert. In einem Portrait von Unternehmen waren 72% spezialisiert und es ging ihnen sehr gut, der Rest waren Generalisten und es ging ihnen schlecht.***

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