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+++ Schneller-Breiter-Höher. Das ist die Sprunglatte und zugleich das Dilemma der Print-Branche: ihr einziges Allheilmittel ist die Senkung der Produktionskosten und jeder glaubt, es würde ihm etwas einbringen während die Kundenloyalität auf der Strecke bleibt +++

Sehen Sie sich dazu den passenden Sketch mit dem Titel
“Wie geil ist das denn…?” auf YouTube an!
Hier der URL: www.youtube.com/watch?v=9Eq3rS-SxbE

***za - Heidelberg, Koenig & Bauer, manroland, die Weiterverarbeiter sowie ihre japanischen Kollegen haben sich einem Dogma verschrieben: der Produktionskosten-Senkung bei Print-Produkten. Spontaner Applaus der Techniker dürfte ihnen sicher sein. Aber genau darin liegt die Tragik der Branche:

Sie beklatschen damit ihre eigene Demontage.

Jeder weiß, wie viel S-B-H heute noch wert ist. Woher dieser neurotische Drang zur maschinellen Beschleunigung kommt, ist weitgehend unklar. Von den Druckern selbst als Forderung oder von den Herstellern als Demonstration von Wettbewerbsvorteil und Modernität? Für wen das absurde Wettrüsten nützlich sein soll fragen in der Zwischenzeit immer mehr Investoren. Der radikale Umsatzknick bei den Maschinenbauern ist weithin bekannt.
Die betroffenen Drucker sind täglich mit der Marktproblematik konfrontiert, die z.B. eine 96-Seiten-Maschine im Markt verursachen kann. Das Gerede über noch produktivere Maschinen verdrängt die weitaus wichtigere Diskussion über die verpassten Chancen in der Kundenloyalität, aus der kaum jemadn seine Lehren zieht. Alleine der Verlust an Kundenloyalität hat aus der Print-Branche ein Preisdumping-Karussell gemacht. Alle sind unglücklich, keiner ändert etwas.
Schneller-Breiter-Höher macht aus jeder Druckerei ein Schlachtfeld, nur weil sich die Heroen im gegenseitig Machtkampf um Kunden preislich unterbieten müssen. Sie sind so innig in ihren Machtkampf verstrickt, dass sie wirkliche Wachstumsmärkte einfach ausblenden.
Was hat uns die Werbung suggeriert: „Mein Haus, mein Schiff, mein Auto, mein Hund, meine Frau, meine Kinder.“ Genau in dieser Reihenfolge. Der profilneurotische Counterpart legt noch einen drauf: “mein Flugzeug, mein U-Boot, mein Bodyguard”. Wem nützt dieser neurotische Umstand?

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